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Steuer Basics

Meine erste Steuererklärung

Für Alles im Leben gibt es ein erstes Mal: Das gilt auch für die Steuererklärung. Studenten geben diese meistens noch freiwillig ab. Aber fängt mit dem ersten Job in Sachen Steuern der Ernst des Lebens an? Wer bei nur einem Arbeitgeber beschäftigt ist und daneben keine anderen Einkünfte wie Mieteinnahmen oder Kapitalerträge hat, kann sich meist erstmal entspannt zurücklehnen. Gut zu wissen: Freiwillig kann man eine Steuererklärung allerdings immer abgeben, in vielen Fällen winkt eine Erstattung.

Was brauche ich und wie fange ich jetzt an?

Ganz einfach: Neben der Steuer-ID und der Kontonummer benötigen Sie eine geeignete Online-Anwendung/APP wie KLARTAX. So wird die Erklärung zum Kinderspiel.

Steuer-ID

Es kann nur eine geben: Die sogenannte Steuer-Identifikationsnummer. Kaum ist ein Kind auf die Welt gekommen, erhält es die elfstellige Nummer. Die Steuer-ID ist im Gegensatz zur Steuernummer unveränderlich. Sie haben keine Steuer-ID oder können diese nicht mehr finden? Wer keine Identifikationsnummer hat oder diese nicht mehr findet, kann diese beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern. Hier die Adresse Bundeszentralamt für Steuern

  • E-Mail: info@identifikationsmerkmal.de
  • Post: Bundeszentralamt für Steuern, 53221 Bonn
  • Online: https://www.bzst.de

Um einen Neuantrag zu stellen, werden folgende Informationen benötigt:

  • Name und Vorname
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Adresse


Und woher bekomme ich meine Steuernummer?

Die Steuernummer ist quasi der Vorgänger der Steuer-ID. Aktuell werden beide Nummern noch nebeneinander verwendet. Langfristig soll die Steuer-ID die Steuernummer ersetzen. Wenn Sie Ihre allererste Steuererklärung erstellen, können Sie das Feld "Steuernummer" einfach frei lassen. Nach Abgabe der ersten Steuererklärung erhalten Sie dann ein Schreiben vom Finanzamt, in dem Ihnen die Nummer mitgeteilt wird. Aber auch, wenn das verloren geht: Die Steuernummer wird auf jedem Steuerbescheid vermerkt. Sie besteht aus 13 Ziffern. Ändert sich das zuständige Finanzamt, etwa, weil Sie umgezogen sind, erhalten Sie dort eine neue Steuernummer.

Welche Unterlagen sollte ich für die Steuererklärung parat haben/welche Angaben sind für die Steuererklärung relevant?

- Den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des entsprechenden Jahres: Sie erhalten diese nach Jahresende automatisch von Ihrem Arbeitgeber.

- Falls Sie privat oder, z. B. als Student(in), freiwillig gesetzlich krankenversichert waren: Nachweis Ihrer Krankenkasse über die gezahlten Beiträge.

- Falls Sie Kapitalertragsteuer gezahlt haben und der Sparerpauschbetrag i. H. v. 801 Euro nicht ausgeschöpft wurde: Steuerbescheinigung für Kapitalerträge. Sie erhalten diese von Ihrer Bank.

- Nachweise über getätigte Spenden.

- Unterlagen/Angaben in Zusammenhang mit Ausgaben, die als Werbungskosten angegeben werden können, z.B. Ihr Firmen-Abo für öffentliche Verkehrsmittel (siehe nächster Punkt).

- Unterlagen/Angaben in Zusammenhang mit Ausgaben, die als haushaltsnahe Dienstleistungen angegeben werden können (siehe nächster Punkt), z. B. Ihre Nebenkostenabrechnung der Mietwohnung.

Je nach Ihrer persönlichen Lebenssituation (z. B. bei einer Behinderung oder wenn Sie Kinder haben), kommen weitere Nachweise hinzu.

Was kann ich alles absetzen?

  • Werbungskosten
  • Fahrtkosten zur Arbeit (Entfernungspauschale)
  • Bewerbungskosten
  • Kontoführungsgebühren
  • Fortbildungskosten
  • Kosten für häusliches Arbeitszimmer oder in den Jahren 2020 und 2021 "Homeoffice-Pauschale"
  • Arbeitsmittel
  • Kosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung
  • Umzugskosten bei beruflich veranlasstem Umzug

Wichtig: Gibt man eine Steuererklärung ab, zieht das Finanzamt immer den Arbeitnehmer-Pauschbetrag ab. Das sind pauschal 1.000 Euro. Ein Nachweis von Werbungskosten lohnt sich deshalb nur, wenn sie insgesamt höher als 1.000 Euro sind.

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen (Handwerkerleistungen, Haushaltsnahe Dienstleistungen)
  • Sonderausgabenabzug (Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Kirchensteuer, Spenden)

Tipp

Tipp: Ausgaben für das Erststudium sind laut Bundesfinanzhof keine Werbungskosten, sondern können nur noch als Sonderausgaben abgesetzt werden. Sonderausgaben können nur in dem Jahr, in dem sie anfallen, verrechnet werden. Sie lassen sich nicht wie Werbungskosten in die Folgejahre übertragen und mit den dann erzielten Einkünften verrechnen. Dagegen zählen Ausgaben für ein Zweitstudium, wozu auch ein Master-Studium zählt, zu den Werbungskosten.

Bis wann muss ich die Erklärung abgeben?

Wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, sondern Ihre Steuererklärung freiwillig abgeben (siehe hierzu "Wer muss eigentlich eine Steuererklärung abgeben?"), haben Sie relativ viel Zeit: nämlich genau vier Jahre nach Ablauf des Steuerjahres, das veranlagt werden soll. Heißt also: die Steuererklärung für 2020 zum Beispiel muss spätestens am 31.12.2024 beim Finanzamt eingehen, damit sie noch bearbeitet wird.

Anders sieht es aus, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben müssen:

Dann haben Steuerpflichtige, die Ihre Steuererklärung selbst erstellen, Zeit bis zum 31.07. des Folgejahres.

Welche Quittungen muss ich einreichen?

Die gute Nachricht: Zunächst müssen Sie keine Belege an das Finanzamt schicken. Es gilt aber die Belegvorhaltepflicht. Das bedeutet, es genügt, wenn Sie die Nachweise für eventuelle Rückfragen aufbewahren. Besonders praktisch: in KLARTAX können Sie die zu Ihren steuerrelevanten Umsätzen gehörigen Belege direkt abfotografieren und hochladen. So bleibt Ihnen ein späteres Suchen erspart.

Foto: © Wayhome Studio – stock.adobe.com

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